Hintergrund

Wie enthüllt ein Einkristall-Röntgendiffraktometer die dreidimensionale Struktur von Molekülen?

2026-01-15 10:15

Der Einkristall-Röntgendiffraktometer Die Röntgenmethode enthüllt die dreidimensionale Struktur von Molekülen, indem sie die Wechselwirkung von Röntgenstrahlen mit den regelmäßig angeordneten Atomen in einem Kristall nutzt, kombiniert mit präzisen Instrumenten und mathematischen Berechnungen. Ihre grundlegenden Prinzipien und ihr Arbeitsablauf werden im Folgenden erläutert.

X-ray diffractometer

Grundprinzip: Röntgenbeugung und Braggsches Gesetz

Wenn ein monochromatischer Röntgenstrahl (z. B. CuKα)AWenn Röntgenstrahlung von einem Kupfertarget auf einen Einkristall trifft, liegen die Abstände zwischen den regelmäßig angeordneten Atomen in der gleichen Größenordnung wie die Wellenlänge der Röntgenstrahlung. Die von den Atomen gestreuten Röntgenstrahlen interferieren miteinander und erzeugen starke Beugung in bestimmten Richtungen.diejenigen, die das Bragg'sche Gesetz erfüllen: nl= 2d sinich. Hier,list die Röntgenwellenlänge, d ist der Netzebenenabstand,ichθ ist der Einfallswinkel (Bragg-Winkel) und n die Beugungsordnung. Die Beugungsrichtungen korrelieren direkt mit der Kristallstruktur, wobei jeder Kristalltyp ein einzigartiges Beugungsmuster erzeugt.

Wichtigste Schritte: Von Beugungsdaten zur 3D-Struktur

Datenerfassung:

Das Instrument nutzt ein hochpräzises Goniometer (z. B. ein Vierkreisdiffraktometer), um den Kristall zu drehen und so nacheinander verschiedene Kristallflächen in eine Beugungsposition zu bringen, die dem Braggschen Gesetz genügt. Ein Detektor (z. B. ein photonenzählender CCD-Sensor) erfasst die Beugungssignale und zeichnet Position und Intensität jedes Beugungsflecks auf. Dadurch entsteht ein zweidimensionales Beugungsmuster, das die Strukturinformationen des Kristalls enthält.

Mathematische Inversion:

Die Intensität eines Beugungsflecks hängt mit der Atomverteilung in der Elementarzelle zusammen. Mittels Fouriertransformation werden die Beugungsdaten in eine dreidimensionale Karte der Elektronendichte innerhalb der Elementarzelle umgewandelt. Atompositionen entsprechen Maxima der Elektronendichte, wodurch Parameter wie Atomkoordinaten, Bindungslängen und Bindungswinkel bestimmt werden können.

Strukturverifizierung und -verfeinerung:

Das anfängliche Strukturmodell wird durch Einbeziehung chemischer Kenntnisse (wie z. B. erwartete Bindungslängenbereiche) und Symmetrieanalyse verfeinert, was schließlich zur präzisen Bestimmung der exakten dreidimensionalen Konfiguration des Moleküls führt.

Technische Vorteile und Anwendungsszenarien

Atomare Auflösung: Es ist in der Lage, Atompositionen präzise zu bestimmen und klärt so die molekulare Stereochemie, Chiralität und Kristallpackungsmodi auf.

Breites Anwendungsgebiet: Mit dieser Technik lassen sich Strukturen aufklären, die von einfachen anorganischen Verbindungen bis hin zu komplexen biologischen Makromolekülen wie Protein-Ligand-Komplexen reichen.

Wichtige Anwendungen: In der Arzneimittelentwicklung dient es der Bestimmung von Wirkstoffpolymorphen und der Optimierung des Moleküldesigns. In der Materialwissenschaft unterstützt es die Entwicklung von Materialien mit spezifischen Eigenschaften, wie beispielsweise metallorganischen Gerüstverbindungen (MOFs) oder kovalenten organischen Gerüstverbindungen (COFs).

 

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